Meister/in im Handwerk

Der Meisterbrief ist ein Qualitäts- und Vertrauenssiegel für Produkte und Leistungen des Handwerks. Mit dieser Qualifikation weisen Sie gegenüber Ihren Kunden aus, dass Sie können, was Sie anbieten.

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Meister bzw. Meisterin im Handwerk – dieser Titel steht für Qualität, Kundenorientierung und Zuverlässigkeit. Das wissen auch Ihre Kunden.

Es gibt zahlreiche Gründe, den Meisterbrief anzustreben:

  • Um mit der Meisterprüfung alle notwendigen fachlichen, betriebswirtschaftlichen und pädagogischen Qualifikationen zu erlernen
  • Um sich im Beruf selbst zu verwirklichen und ein eigenes Unternehmen zu führen
  • Um einen bestehenden Betrieb zu übernehmen
  • Um sich als Angestellter oder Chef einen Arbeitsplatz zu sicheren
  • Um junge Menschen im Handwerk auszubilden
  • Um damit freien Zugang zur Hochschule zu erhalten

Vorraussetzungen

Zur Meisterprüfung wird zugelassen:

  • wer eine Gesellenprüfung in dem Handwerk bestanden hat, in dem er die Meisterprüfung ablegen will.
  • wer eine andere Gesellenprüfung oder eine andere Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bestanden hat und in dem Handwerk, in dem er die Meisterprüfung ablegen will, eine mehrjährige Berufstätigkeit ausgeübt hat.
  • wer eine Meisterprüfung in einem anderen Handwerk bestanden hat.

Da es eine Reihe von Ausnahmeregelungen gibt bzw. bestimmte Zeiten und Prüfungen angerechnet werden können, ist eine Beratung empfehlenswert.

Prüfungsinhalte

Die Meisterprüfung umfasst folgende vier selbständige Prüfungsteile:

  • Teil I - Prüfung der meisterhaften Verrichtung der im jeweiligen Handwerk gebräuchlichen Arbeiten
  • Teil II - Prüfung der erforderlichen fachtheoretischen Kenntnisse im jeweiligen Handwerk
  • Teil III - Prüfung der erforderlichen betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnisse
  • Teil IV - Prüfung der erforderlichen berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse

Die Teile III und IV sind für alle Handwerksberufe gleich. Dauer und Inhalt der Ausbildung der Teile I und II sind vom jeweiligen Beruf, in dem die Meisterprüfung abgelegt werden soll, abhängig.

Die Meisterprüfungsordnung sieht ausdrücklich vor, dass die Ablegung der einzelnen Teile der Meisterprüfung in beliebiger Reihenfolge erfolgen kann. Wir empfehlen, mit Teil III und IV zu beginnen.

Meisterverordnungen

Anmeldung zur Meisterprüfung

Wenn Sie die Zulassungsvorrausetzungen erfüllen, können Sie sich anmelden. Füllen Sie bitte das Formular "Antrag auf Zulassung zur Meisterprüfung" aus und fügen bitte folgende Nachweise bei:

  • Gesellenprüfungszeugnis / Ausbildungsabschlusszeugnis (in Kopie)
  • Nachweis über berufliche Tätigkeit als Geselle / Facharbeiter vom Arbeitgeber (in Kopie) sofern für die Zulassung notwendig.
  • ggf. Zeugnisse über eine bereits bestandene Meisterprüfung oder Prüfungsteile (in beglaubigter Kopie)
  • ggf. Zeugnis über eine bereits bestandene Techniker- / Ingenieurprüfung bzw. sonstige anrechenbare Prüfungen (in beglaubigter Kopie)
Uwe  Sachelli

Uwe Sachelli
Meisterprüfungswesen

Telefon 0561 7888-131
uwe.sachelli@hwk-kassel.de

Andrea  Alt

Andrea Alt
Meisterprüfungswesen

Telefon 0561 7888-178
andrea.alt@hwk-kassel.de

Birgit  Fröhlich-Gesele

Birgit Fröhlich-Gesele
Meisterprüfungswesen

Telefon 0561 7888-140
birgit.froehlich-gesele@hwk-kassel.de

Jürgen  Gintschel

Jürgen Gintschel
Meisterprüfungswesen

Telefon 0561 7888-177
juergen.gintschel@hwk-kassel.de

Jessica  Zahn

Jessica Zahn
Meisterprüfungswesen

Telefon 0561 7888-130
jessica.zahn@hwk-kassel.de

Förderungsmöglichkeiten

Aufstiegs-BAföG

Wer sich beruflich weiterbilden will, muss in aller Regel investieren: Arbeit, Zeit, Engagement und Geld werden gebraucht, um sich zur Handwerksmeisterin bzw. zum Handwerksmeister zu qualifizieren. Zumindest die finanzielle Situation kann sich mit Hilfe des so genannten "Aufstiegs-BAföG" durch das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz entspannen. Auf den Seiten des Bundesministerium für Bildung und Forschung erfahren Sie näheres.

Bildungsprämie

Die Bildungsprämie soll Anreize für erwerbstätige Menschen schaffen, in die eigene Bildung und Weiterbildung zu investieren. Das Prinzip ist einfach: Wer in seine Bildung investiert, wird dabei über staatliche Zuschüsse und Finanzierungsmöglichkeiten unterstützt.

Studium

Meisterinnen und Meister sowie beruflich gleichwertig Fortgebildete können seit dem Wintersemester 2009/2010 an Universitäten und Fachhochschulen studieren. Hierfür ist neben der bestandenen Meister- oder Fortbildungsprüfung kein weiterer Leistungsnachweis erforderlich.

Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist die Teilnahme an einem Beratungsgespräch an der ausgewählten Hochschule. Dieses Gespräch ist jedoch nicht entscheidend für die tatsächliche Studienzulassung, sondern dient der Information des Studienbewerbers und seiner eigenen Beurteilung der Studierfähigkeit.

Eine Ausnahme von diesem Verfahren stellt die Bewerbung für Studiengänge dar, die von der "Stiftung für Hochschulzulassung" vergeben werden.