© Liane Kwoll

07.01.2020

Qualifizierungsoffensive

Ziel des Förderprogramms des hessischen Wirtschaftsministeriums ist es, die Chancen von Hauptschüler/-innen auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen.

Ziel
Ziel des Förderprogramms ist es, die Chancen von Hauptschüler/-innen auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen. Betriebe sollen motiviert werden, Jugendliche, die den Hauptschulabschluss an einer allgemeinbildenden Schule anstreben, direkt im Anschluss an die Schulentlassung in Ausbildung zu nehmen.

 

Was wird gefördert?
Gefördert wird die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen für Jugendliche, die die Jahrgangsstufe 9 der allgemeinbildenden Schulen höchstens mit einem Hauptschulabschluss verlassen und die bei einer örtlichen Agentur für Arbeit oder einem Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) als Bewerber/innen für einen Ausbildungsplatz gemeldet sind.
Die Jugendlichen müssen ihren Hauptwohnsitz in Hessen haben und dürfen das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Das Ausbildungsverhältnis muss im direkten Anschluss an die Schulentlassung aus der Jahrgangsstufe 9 einer allgemeinbildenden Schule beginnen, in jedem Fall im gleichen Kalenderjahr der Schulentlassung.

 

Wer kann Zuschüsse erhalten?
Antragsberechtigt sind Unternehmen, Praxen und Büros der freien Berufe, nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtete Organisationen, Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie Gebietskörperschaften (außer Dienststellen des Landes Hessen und des Bundes).

Wie hoch ist der Zuschuss?
Der Zuschuss für die Ausbildungsplatzförderung beträgt:

  • im ersten Ausbildungsjahr 50 Prozent und
  • im zweiten Ausbildungsjahr 25 Prozent

der tatsächlich geleisteten, maximal der tariflichen monatlichen Ausbildungsvergütung (ohne Zuschläge wie z.B. Weihnachts- und Urlaubsgeld, Fahrtkostenvergütung, vermögenswirksame Leistungen und Sozialversicherungsanteile des Arbeitgebers). Hierfür ist in der Regel die von der zuständigen Stelle nach dem BBiG / HwO im Ausbildungsvertrag genehmigte Ausbildungsvergütung und die vorgesehene Ausbildungsdauer maßgeblich. Bei Ausbildungsvergütungen, die jedoch keiner tariflichen Regelung unterliegen, gelten die orts- und landesüblichen Vergütungssätze entsprechend. Das dritte Ausbildungsjahr wird nicht bezuschusst.

Förderzusagen können nur im Rahmen der zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel erteilt werden.Dabei ist die Reihenfolge des Antragseingangs maßgebend.


Bis wann und wo muss der Antrag gestellt werden?
Förderanträge müssen bis zum 30. April des Jahres, in dem das Ausbildungsverhältnis
begonnen wird, eingegangen sein. Die Antragsformulare und Vordrucke für die
erforderlichen Bescheinigungen sind beim Regierungspräsidium Kassel erhältlich und stehen auch als downlaod bereit.

 

Kontakt
Regierungsbezirk Kassel
Sandra Thiel
Tel.: 0561 106-4166
Fax: 0611 32764-1662
E-Mail: sandra.thiel@rpks.hessen.de