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13.12.2019

Rückkehr zur Meisterpflicht

Der Bundestag hat sich mehrheitlich für die Einführung der Meisterpflicht in zwölf Gewerken ausgesprochen. Jetzt muss nur noch der Bundesrat zustimmen.

Der Bundestag hat den Gesetzesentwurf zur Wiedereinführung der Meisterpflicht beschlossen. Das Handwerk begrüßte das Ergebnis. »Das fraktionsübergreifende klare Bekenntnis zum Meisterbrief ist ein wichtiges und starkes Zukunftssignal an Gesellschaft und Verbraucher«, sagte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. Der Bundestagsbeschluss setze ein kraftvolles, richtiges und notwendiges Signal für mehr Qualität und Qualifizierung im Handwerk und stärke dessen Zukunftsfähigkeit. Er setzte darauf, dass nun auch der Bundesrat dem Votum folge, damit das Gesetz wie vorgesehen Anfang 2020 in Kraft treten könne. Die nächste Bundesratssitzung ist für den 20. Dezember geplant.

Rückkehr zur Meisterpflicht: Altmaier sieht Handwerk gestärkt

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte in der Debatte: »Die Wiedereinführung der Meisterpflicht in 12 Gewerken ist ein starkes Signal für die Zukunft des Handwerks.« Altmaier betonte, dass insbesondere das Kriterium der Gefahrengeneigtheit und in einigen Gewerken auch das des Kulturgüterschutzes die Auswahl der Gewerke bestimmt habe. In fünf Jahren werde eine Evaluierung der Novelle folgen, sagte er mit Blick auf die Gewerke, für die es bisher keine Rückkehr zur Meisterpflicht gibt.

Bestandsschutz für bestehende Betriebe

Im Einzelnen ist Rückkehr zur Meisterpflicht für Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, für Betonstein- und Terrazzohersteller, für Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer, Parkettleger, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter sowie Orgel- und Harmoniumbauer geplant.

Dabei soll die Meisterpflicht für neu gegründete Betriebe gelten. Bestehende Betriebe, die derzeit nicht der Meisterpflicht unterliegen, dürfen weiter ihr Handwerk selbstständig ausüben und sollen Bestandschutz erhalten.

Hier lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Deutschen Handwerks Zeitung.