01.11.2016

Begleitung bei der Integration

„BLEIB in Hessen II“ hilft bei der Eingliederung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Neben der Handwerkskammer Kassel mit Ihrem Willkommenslotsen Oliver Petersen, der sich um die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt kümmert, sind auch andere Einrichtungen auf dem Gebiet aktiv. Denn wenn es um die Beschäftigung von Flüchtlingen geht, denken viele Unternehmen erst einmal an Hürden und Unsicherheiten. Oft ist es für sie auch schwierig Kontakt zu Flüchtlingen zu finden.

 

Flüchtlinge individuelle weiterqualifizieren

Da kann auch das Flüchtlingsberatungsnetzwerk „BLEIB in Hessen II“ helfen. Es vermittelt Geflüchtete in eine Beschäftigung, ein Betriebspraktikum oder eine Ausbildung und bereitet sie durch Sprach- und Integrationskurse sowie berufsbezogene Weiterbildungen auf den Arbeitsmarkt vor. Das Beratungsnetzwerk ist im Bezirk der Handwerkskammer Kassel in Marburg-Biedenkopf und Schwalm-Eder sowie in der Stadt Kassel vertreten.

 „Unsere BLEIB-Fachleute arbeiten eng mit den Jobcentern und Arbeitsagenturen zusammen. Sie kooperieren mit den Handwerkskammern vor Ort und den Vereinen und Ehrenamtlichen. Durch diese Unterstützung kann die geflüchtete Person entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen und Kompetenzen weiterqualifiziert werden“, erläutert Dr. Nkechi Madubuko, Koordinatorin „BLEIB in Hessen II“.

Um für Betriebe eine nachhaltige Lösung zu finden, arbeitet das Netzwerk mit der Servicestelle „Vielfalt im Betrieb“ (Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung IQ“) zusammen. Die Servicestelle unterstützt und begleitet Betriebe bei Fragen zur Einstellung von Flüchtlingen und Migranten und berät zur interkulturellen Organisationsentwicklung.


Interkulturelles Training im Betrieb

 „Betriebe wenden sich sowohl mit Einzelfragen zu Bewerbern an uns, als auch mit komplexen Fragen zu interkultureller Öffnung“, beschreibt Tina Martinson als Beraterin der Servicestelle ihre Arbeit. „Wir bieten zum Beispiel interkulturelle Trainings im Betrieb an, wodurch sich eine weitere Prozessbegleitung ergeben kann“. Gerade für Klein- und Kleinstbetriebe sei dieses Angebot eine echte Unterstützung.

Das Netzwerk „BLEIB in Hessen II“ ist Teil der ESF-Integrationsrichtlinie Bund im Handlungsschwerpunkt „Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen (IvAF)“. Es wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Diese Unterstützung ist kostenfrei.

 

 

 

Servicestelle „Vielfalt im Betrieb“ und Ansprechpartnerin für Unternehmen bei „Bleib in Hessen II“: Tina Martinson, Tel. 06421 9636-32, Mobil: 0151140794126, E-Mail: martinson@arbeit-und-bildung.de. Die Bleib-Fachberater in der Region finden sich unter: www.bleibin.de