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06.01.2021

Fördermittel müssen jetzt schnell fließen

6.1.21 | »Gesundheitsschutz ist in dieser Lage tatsächlich Betriebe-Schutz!« so Jürgen Müller, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Kassel, in der akutellen Pressemeldung.

»Die Verlängerung des Lockdowns bedeuten für die Handwerksbetriebe einen sehr schwierigen und harten Start ins neue Jahr«, erklärte Jürgen Müller, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Kassel, zu der Verlängerung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dass die vor Weihnachten beschlossenen Einschränkungen nun zunächst bis Ende Januar beibehalten werden müssten und im Hinblick auf die Kontaktdynamik im privaten Bereich teils auch verschärft worden seien, sei nach wie vor dem Infektionsgeschehen geschuldet.

»Solange noch nicht umfänglich geimpft werden kann, ist eine konsequente Reduzierung der Kontakte und der Mobilität sowie die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln der wirksamste Weg, um wieder zu einem normaleren Leben zu kommen und somit auch unsere Betriebe und die dort Beschäftigten zu schützen. Gesundheitsschutz ist in dieser Lage tatsächlich Betriebe-Schutz!« Umso wichtiger sei es, dass jetzt alles daran gesetzt werde, so zügig und umfangreich wie möglich zu impfen. »Je schneller wir einen hohen Impfungsgrad erreichen, je schneller wir diese Pandemie in den Griff bekommen, desto eher kommt auch die Handwerkskonjunktur wieder in Schwung«, sagte Müller weiter.

Bis dahin gelt es, die von den Beschränkungen besonders betroffenen Betriebe und Unternehmen nicht allein zu lassen, sondern sie mit einer auf die jeweilige Betroffenheit angepasst Hilfen zu unterstützen. »Richtigerweise sind Milliardenhilfen vorgesehen, allerdings reicht deren bloße Ankündigung nicht. Wichtig ist vor allem, dass die Auszahlung zeitnah erfolgt. In der für viele Betriebe inzwischen existenziell zugespitzten Lage müssen die Mittel deshalb jetzt rechtzeitig, das heißt schnell fließen. Denn wenn die Liquidität zu spät kommt, kann es sein, dass sie nichts mehr nützt, weil der Betrieb bereits insolvent ist.«

Weiter würde es den Handwerksbetrieben bei der Sicherung ihrer Liquidität helfen, wenn die im November und Dezember wieder eingeführten Stundungsmöglichkeiten für die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge auch für die Verlängerung des Lockdowns beibehalten werden, erläuterte Müller abschließend.

Trotz der jüngsten Entwicklungen in der Corona-Pandemie stehen die Beraterinnen und Berater der Handwerkskammer Kassel weiterhin nach Vereinbarung für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung. Auch die Sprechtage in den Kreishandwerkerschaften im Kammerbezirk sowie in der Kammer werden weiter angeboten. Alle Beratungen finden selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Abstands- und Hygienebestimmungen statt. (Terminvereinbarungen Montag bis Donnerstag 7.30 bis 16.00 Uhr und Freitag 7.30 bis 15.30 Uhr: Tel 0561 7888-154 und -152 oder betriebsberatung@hwk-kassel.de)