Aktuelle Informationen

Die Corona-Pandemie bestimmt weiterhin das private und berufliche Leben. Wir möchten Sie auf dieser Seite über die aktuellen Entwicklungen – speziell für das Handwerk betreffend – informieren.

© Michael Burrows / pexels

Coronavirus-Schutzverordnung (CoSchuV)

Die in Hessen geltende Coronavirus-Schutzverordnung wurde Anfang November angepasst.
 

NEU (24. November): 3-G-Pflicht am Arbeitsplatz

Der zuletzt eingeführte Testpflicht von Mitarbeitern ist nunmehr entfallen. Die weitergehende 3-G-Pflicht am Arbeitsplatz regelt nunmehr der § 28b Infektionsschutzgesetz für das gesamte Bundesgebiet. Hierzu stellt das BMAS ein FAQ zur Verfügung.

Ein Verstoß stellt eine Ordnungswidrigkeit dar! Diese kann mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

 

2-Gplus-Zugangsmodell

Neu eingeführt wurde ein optionales 2-Gplus-Zugangsmodell, als Ersatz für die bisherige 2G-Option. Hiernach ist nur noch die Bedienung von Geimpften / Genesenen mit zusätzlichem aktuellen Testergebnis möglich. Abstands- und Hygieneregeln sowie die Pflicht zum Tragen einer Maske entfällt seit dem 5. Dezember nicht mehr.

 

Für Handwerksbetriebe gilt weiterhin:

  • Die Erbringung von Dienst- und Beratungsleistungen einschließlich Handwerkstätigkeiten soll möglichst ohne unmittelbaren persönlichen körperlichen Kontakt erfolgen. Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene, insbesondere zu Kontakten und Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern, sind einzuhalten. (§ 25 CoSchuV)
  • Betriebe mit angeschlossenem Einzelhandel können ohne Quadratmeterbegrenzung öffnen. Es besteht Maskenpflicht.

 

Für körpernahe Dienstleistungen (u.a. Friseure, Kosmetiker) gilt:

  • Bei Kosmetikern gilt verpflichtend ein 2-G-Zugangsmodell für Kundinnen und Kunden. Die 2-G-Regelung findet auf die Mitarbeiter in den Betrieben keine Anwendung, da die 3-G-Pflicht am Arbeitsplatz (s.o.) gilt. Eine Ausnahme gilt für medizinisch und hygienisch notwendige Behandlungen. Eine Option auf 2-Gplus besteht.

  • Eine Ausnahme gilt für das Friseur-Handwerk. Sie unterfallen als Grundversorger nicht der 2-G-Pflicht. Hier bleibt es beim 3-G-Zugangsmodell. Kundinnen und Kunden ab 15 Jahren haben wieder mindestens eine FFP2-Maske (oder vergleichbar) ohne Ventil zu tragen. Optional können Friseure ein 2-Gplus-Zugangsmodell wählen (s.o.). Die bisherigen Privilegierungen bei der 2-G-Option gelten nicht mehr! (D.h. bei der Nutzung von 2-G sind Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht wieder einzuführen).

  • Erstellung und Umsetzung eines geeigneten Hygienekonzepts entsprechend der Empfehlungen des Robert Koch- Instituts zur Hygiene, Lüftung, Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlagen getroffen und umgesetzt werden.
  • Tragen einer medizinischen Maske für die gesamte Dauer des Aufenthaltes;
  • die Maske kann abgenommen werden, soweit und solange es für die Behandlung bzw. Dienstleistung erforderlich ist.
  • Seit 1. Juli ist die verbindliche Mindestfläche von zehn Quadratmetern pro Person in mehrfach belegten Räumen entfallen.
     

Für Gaststätten sowie Betriebe mit angeschlossener Gastronomie (u.a. Bäcker, Konditoren, Eisdielen, Eiscafés, Fleischer) gilt:

Ab 25. November 2011 gilt: Im Bereich der Innengastronomie sowie bei Veranstaltungen in Innenräumen sind im Rahmen der 2-G-Regel künftig nur noch PCR-Tests zulässig.

Innengastronomie:

  • 2-G-Pflicht und Maskenpflicht bis zum Platz für Personal und Gäste.
  • Abstand- und Hygienekonzept.

Außengastronomie

  • Abstand- und Hygienekonzept
  • Nur bei Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Gästen ist ein Negativnachweis vorzulegen.

Einzelhandel

Für den Einzelhandel gilt grundsätzlich eine 2-G-Pflicht.

Ausnahmen:

  • Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung
  • Wochen- und Spezialmärkte
  • Getränkemärkte
  • Reformhäuser
  • Babyfachmärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Optiker
  • Hörakustiker
  • Buchhandlungen
  • Stellen des Zeitungsverkaufs
  • Blumenfachgeschäfte
  • Tierbedarfsmärkte
  • Futtermittelmärkte
  • Bau- und Gartenmärkte und für den Großhandel
  • Poststellen
  • Banken
  • Sparkassen
  • Tankstellen
  • Wäschereien
  • und ähnliche Einrichtungen

D.h. die Geschäfte des Lebensmittelhandwerks dürfen wie gehabt öffnen. Für Geschäfte mit spezialisierten Baumarktsortimenten (z.B. Malergeschäfte und Raumausstatter) und den weiteren handwerklichen Einzelhandel (z.B. Fotografen) bleiben die Auslegungshinweise abzuwarten.

Hinweis: Derzeit sind Bäcker, Fleischer und Metzger in der Verorndung von der Ausnahme ausgeschlossen. Hierbei handelt es sich jedoch um einen redaktionellen Fehler des Ministeriums. Mit der kommenden Verordnung wird dieser korrigiert.

Hospitalisierungsinzidenz & Intensivbettenbelegung

Bislang war die 7-Tage-Inzidenz das entscheidende Kriterium für die Festlegung von Schutzmaßnahmen. Angesichts des zu verzeichnenden Impffortschritts blickt Hessen nun vor allem auf die Kapazitäten des Gesundheitswesens. In einem zweistufigen Eskalationsstufenkonzept sind nun die Hospitalisierungsinzidenz und die Intensivbettenbelegung Indikatoren für weitreichendere Schutzmaßnahmen.

Die Hospitalisierungsinzidenz beschreibt, wie viele Personen je 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus landesweit neu aufgenommen wurden.

Die Gesamtbettenbelegung und auch die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen werden wie auch die Anzahl der vollständig gegen eine Corona-Erkrankung geimpften Personen als weitere Faktoren weiterhin berücksichtigt und beobachtet.

Stufe 1 wird relevant, wenn

  • der Hospitalisierungswert über 8 steigt
  • oder die Zahl der Intensivpatienten über 200 liegt.

Dann werden weitergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie notwendig, bspw. Testnachweis nur noch mittels PCR-Test oder eine Ausweitung der 3-G-Regel auf weitere Bereiche.

 Stufe 2 kommt zum Tragen, wenn

  • der Hospitalisierungswert über 15 steigt
  • oder die Zahl der Intensivpatienten über 400 liegt.

In diesem Fall werden nochmals zusätzliche Maßnahmen erforderlich, z.B. Zugang nur noch mit 2-G.

Arbeitsschutzverordnung

Der zuletzt eingeführte Testpflicht von Mitarbeitern ist nunmehr entfallen. Die weitergehende 3-G-Pflicht am Arbeitsplatz regelt nunmehr der § 28b Infektionsschutzgesetz für das gesamte Bundesgebiet. Hierzu stellt das BMAS ein FAQ zur Verfügung.

Ein Verstoß stellt eine Ordnungswidrigkeit dar! Diese kann mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Überbrückungshilfe

Alle derzeit bekannte Informationen zur den Überbrückungshilfen finden Sie aktuell auf unserer Seite »Staatliche Förderungen«.

Quarantäne

Da die Quarantäneregeln wenig beständig sind, können wir aktuell nur auf eine Informationsseite des Landes Hessen verweisen. Auch auf einer Seite des Bundesministeriums für Gesundheit werden aktuelle Regeln und Hinweise vorgehalten.

Mund-Nasen-Bedeckung

Eine Mund-Nasen-Bedckung ist zu tragen: 

  • Im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr, also bspw. in Bussen, Bahnen, Taxis, Schiffen, Fähren und Flugzeugen
  • In Bahnhöfen und Flughäfen sowie Bushaltestellen, U-Bahn-Stationen und Bahnsteigen
  • Im Publikumsbereich aller öffentlich zugänglichen Gebäude (v.a. Behörden und
    Bürogebäude).
  • Bei der Abholung von Speisen in der Gastronomie sowie in Kantinen und Mensen bis zum Sitzplatz
  • In Geschäften (Groß- und Einzelhandel), Bank- und Postfilialen und zwar überall dort, wo Kunden Zutritt haben
  • Auf Wochenmärkten, Flohmärkten etc.
  • In allen Gesundheitseinrichtungen wie zum Beispiel Krankenhäusern und Arztpraxen
  • In überdachten Einkaufszentren und in überdachten Straßen und Flächen mit Geschäften
  • Beim Friseur und bei medizinisch notwendigen Dienstleistungen, wo sich Dienstleister und Kunden sehr nahekommen. Die Maskenpflicht gilt für beide.
  • In Schulen außerhalb des Klassenraums. Ab der Klasse 5 gilt eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Diese Schülerinnen und Schüler können die Masken auch kurzzeitig mal abnehmen. Diese »Maskenpausen« werden vor Ort in den Schulen organisiert.
  • Auf stark frequentierten Straßen und Plätzen unter freiem Himmel, wenn der
    Mindestabstand von 1,5 Meter nicht sichergestellt werden kann. Das gilt insbesondere in Fußgängerzonen.
  • In Fahrzeugen, wenn sich in einem Fahrzeug Personen aus mehr als zwei Hausständen befinden.

Als Mund-Nasen-Bedeckung zählt jede ans Gesicht anliegende Bedeckung von Mund und Nase, die dazu beiträgt, die Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern. Eine Zertifizierung ist nicht notwendig. Plastikvisiere sind davon nicht erfasst, sie sind keine zulässige Mund-Nasen-Bedeckung. Auch Motorradhelme sind keine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung.

Lesen Sie auch die Regelungen zur Mund-Nasen-Bedeckung des Landes Hessen.

Hygieneregeln

Für Betriebe, die erlaubte körpernahe Dienstleistungen anbieten, gelten verschärfte Hygieneregeln, da das Übertragungsrisiko durch unvermeidliche Nahkontakte während der Erbringung der Dienstleistung deutlich gesteigert ist.

  • Für Personen, die in Betrieben mit zulässigen körpernahen Dienstleistungen tätig sind, gilt für die gesamte Dauer eines Kundenkontaktes die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
  • Für Kundinnen und Kunden gilt, dass das Betreten nur gestattet ist, wenn für die gesamte Dauer des Aufenthaltes eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wird.
  • Kundinnen und Kunden ist die Abnahme nur gestattet, soweit und solange die Inanspruchnahme der Dienstleistung nur ohne Mund-Nasen-Bedeckung erfolgen kann.
  • Die Begleitung betreuungsbedürftiger Personen (beispielsweise Kinder unter 6 Jahren) ist zulässig.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege (BGW) bietet eine Reihe von branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards, um Unternehmen Sicherheit über die an sie gestellten Anforderungen zu geben und das Infektionsrisiko zu vermindern. Für den Breich Friseursalons / Beauty / Wellnes werden aktuelle Arbeitsschutzstandards und weitere Informationen bereitgestellt. Zudem gibt es eine Hotline der BGW, unter der sich deren Mitgliedsbetriebe informieren können: 040 20207-1880.

Infizierte Mitarbeiter:in

Treten bei Mitarbeitern Ihres Betriebes Symptome einer Corona-Erkrankung auf, sollten Sie sich unmittelbar an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das Gesundheitsamt ist dann sowohl für den Meldeweg als auch für die Verhängung von weiteren Maßnahmen zuständig. Zudem wird Sie das Gesundheitsamt darüber informieren, wie Sie sich zu verhalten haben.