Generation Silber - die goldene Altersgruppe
Deutschlands Kaufkraft in den Händen der Älteren
Als Generation Silber bezeichnet die Gesellschaft für Konsumforschung die über 60-jährige Bevölkerung in Deutschland. Sie zeichnet sich durch ein hohes Nachfragepotenzial aus. Fast ein Drittel der gesamten Kaufkraft in Deutschland steckt in den Geldbörsen dieser Generation.
Wer es geschickt anstellt, kann mit einem 50- bis 59-Jährigen bis zu 24.000 Euro Umsatz pro Jahr machen. Mit einem Kunden im Alter von über 60 Jahren immerhin noch 20.000 Euro. So hoch ist die jährliche Kaufkraft eines Best Agers beziehungsweise eines Repräsentanten der Generation Silber. Gemeinsam stellen sie fast die Hälfte, nämlich 46 Prozent, der kompletten Kaufkraft in Deutschland. Da es in der Bevölkerung mehr über 60-Jährige als Best Agers gibt, trägt allein die Generation Silber 29 Prozent davon. Das fand die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) heraus.
Wohlhabende Mittelschichtfamilien
Die silbrige Altersgruppe gibt sich also besonders viel versprechend für das Geschäftskonto. Aus dieser Generation sind es vor allem die Familien und Paare aus der Mittelschicht, die sich gerne etwas gönnen. Sie sagen von sich selbst: "Wir können uns vieles leisten." Sie sind die Jüngeren der über 60-Jährigen, sind gut situiert, überwiegend Eigentümer und teils noch berufstätig. Ihre Kaufkraft steigt weiter.
Steigende Marktanteile
Betrachtet man die Ausgaben aller Haushalte für Güter des täglichen Bedarfs, also Grundnahrungsmittel, Körperpflege oder Reinigungsmittel, so liegt der Marktanteil der Generation Silber bei fast einem Drittel. Für Elektro-, Möbel-, Hausrat- oder Sanitärbedarf bei fast einem Viertel. Auch in den Bereichen Textil, Unterhaltung/Bildung, Reisen und Restaurantbesuche steigt der Marktanteil der vermeintlich Alten.
Handwerk bei Renovierungen vorne
Zudem findet speziell das Handwerk in der Generation Silber seine Anhänger. 44 Prozent der über 60-Jährigen beauftragen für Renovierungsarbeiten Handwerksbetriebe, denen 76 Prozent ihrer Renovierungs-Ausgaben zufließen.
Eine Präsentation von GfK-Mitarbeiter Dr. Wolfgang Aldwarth endet mit den Worten: "Kümmern Sie sich um die Generation Silber. Sie ist Gold wert." Das dürfte auch für das Handwerk eine aussichtsreiche Aufforderung sein.
(Quelle: HWK Stuttgart)
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