Kommunikation 2.0 – global vernetzt dank Handwerk
10.05.2012
Smartphones, Laptops oder Tablet-PCs – zum Internationalen Tag der globalen Informationsgesellschaft am 17. Mai steht die gesamte Bandbreite moderner Kommunikationsmittel im Fokus. Doch ohne die vielfältigen Leistungen des Handwerks wären sekundenschnelle Datentransfers und ein sorgloses Surfen in den Weiten des Internet wahrscheinlich immer noch Zukunftsmusik. Denn erst durch Elektroniker, Mechaniker, Metallbauer und viele weitere Handwerker wird aus einem Wirrwarr von Kabeln und Datenströmen eine moderne Kommunikationsinfrastruktur, auf die sich Millionen Menschen täglich verlassen.
Über 51 Millionen Menschen in Deutschland nutzen mittlerweile das Internet, und das nicht nur am heimischen PC oder im Büro, sondern ganz selbstverständlich auch im Straßencafé, im Park oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Vielen Menschen ist dabei gar nicht bewusst, dass unsere moderne Kommunikation viel mehr benötigt als nur Smartphones oder die neueste „App“. Denn erst durch das Handwerk ist es möglich, dass wir mit nur einem „Klick“ Kontakt mit Menschen aus aller Welt aufnehmen können. Von der Montage gewaltiger Funkmasten bis zur Verlegung moderner Glasfasernetze und der Installation von IT-Netzwerken garantieren unzählige Handwerker und Betriebe, dass wir täglich sicher, schnell und komfortabel über alle Grenzen hinweg kommunizieren können.
Informationsaustausch durch das Handwerk
Der modernen Kommunikation hat sich auch Bernd Hartmann, Geschäftsführer und technischer Leiter bei M.U.P. in Schwerin, verschrieben. Die Firma arbeitet unter anderem mit großen Unternehmen wie der Telekom und Kabel Deutschland zusammen, für die sie die nötige IT- und Kommunikationsinfrastruktur bereitstellt. Dazu gehört vor allem das Verlegen mo-derner Glasfaserkabel. „Die Kabel sind in etwa so dünn wie ein normaler Bindfaden. Doch diese feinen Leitungen verfügen über nahezu unbegrenzte Leistung“, sagt der Geschäftsführer. Damit sie unterirdisch verlaufen können, haben die gebündelten Fasern eine Kunststoffbeschichtung und werden zusätzlich in Kabelschutzrohren verlegt. Neben dem Internet laufen über die Kabelnetze auch Telefon- und Fernsehanschlüsse. Bernd Hartmann und seine Kollegen sorgen so mit modernster Technik dafür, dass in Deutschland jeder einzelne Haushalt vernetzt werden kann. Neben Privatkunden kümmert sich der Handwerksbetrieb aber auch um Stadtwerke und große Energieunternehmen. Kein Wunder also, dass die Elektroniker von M.U.P. alle Hände voll zu tun haben.
Hoch hinaus mit dem Handwerk
Wenn der Datentransfer statt über einen Computer über Mobiltelefone läuft, liegen die Verbindungen nicht unterirdisch, sondern müssen in schwindelerregender Höhe montiert werden. Die Sendeanlagen, die für störungsfreien Handyempfang sorgen, werden unter anderem vom Unternehmen Kagelmann Bau geplant, montiert und gewartet. „Durch unsere ursprünglichen Erfahrungen im Schornsteinbau kennen wir uns mit den Arbeiten in großen Höhen und der nötigen Statik aus“, sagt Geschäftsführer Oliver Hain. „Wir konnten, als wir 1991 auch im Bereich der Mobilfunkanlagen tätig wurden, einen Großteil unserer Mitarbeiter umschulen, damit sie die Errichtung und die Wartung von Sendeanlagen übernehmen.“ Neben fachlichem Know-how ist dabei Schwindelfreiheit gefragt, denn ihre Aufgabe ist es, regelmäßig die 30 bis 70 Meter hohen Sendemasten zu erklimmen. In extrem schwierigem Gelände oder bei besonders hohen Bauten können sogar Hubschrauber eingesetzt werden. Wie weit ein solcher Mast senden kann hängt davon ab, wo er errichtet wird. „In Städten liegt die Reichweite bei etwa 400 Metern. In freien, flachen Landgebieten sind es zehn Kilometer und mehr“, sagt Oliver Hain, dessen Unternehmen im gesamten Bundesgebiet für eine flächendeckende Mobilfunknetzversorgung unterwegs ist. In den nächsten Jahren kümmert sich sein Team darum, dass die Anlagen auf den neuen Hochgeschwindigkeitsstandard LTE umgerüstet werden. Damit sorgt das Handwerk dafür, dass die mobilen Internetnutzer sich auch in Zukunft auf rasend schnelle Internetverbindungen verlassen können, die eine immer größer werdende Datenmenge transportieren.
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